Der Förster R. Müller von Kestenholz hat viele Aufgaben: Während dreier Tage durfte die SE3b von der Kreisschule Gäu einige davon kennenlernen und kräftig mitanpacken.

 

Neophyten und Jungwuchspflanzen

Am Montagmorgen versammelten sich die Schüler*innen der SE3b in der Frühe in Kestenholz im grünen Wald bei der „Rossschwanzhütte“. Dort begrüsste der stets freundliche Förster R. Müller die Schüler*innen. Nachdem wurde die Klasse in vier gleich grosse Gruppen eingeteilt. Die Gruppenleiter bekamen eine Karte auf der die zugewiesenen Waldflächen eingezeichnet waren. Zusammen mit dem Förster gingen sie dann zu einem kleinen Stück Land. Dort wurde den Schülerinnen und Schülern ihre Aufgaben für die Woche erklärt.  Die Hauptaufgabe war es, Jungpflanzen zu pflegen und Neophyten zu entfernen, was nicht sehr leicht war.

Als sie alle Infos hatten, ging es dann an die schwere Arbeit. Gruppen 1 & 2 wanderten mit dem Klassenlehrer zu den verschiedenen Jungwuchspflanzplätzen. Dort angekommen, wurden die Clips der Pflanzen unter die Knospen gesetzt und die Gitter nach unten gedrückt, damit die Kabelbinder richtig angezogen werden konnten (siehe Bild). Die Clips sind für den Schutz der Jungwuchspflanzen, da die Rehe den zitronigen Duft der Lärche extrem mögen. Bei den Douglasien und der Eiche ist ein Netz um die Bäumchen, damit sie gerade wachsen (siehe Bild). Die Gruppen 3 & 4 marschierten mit dem Schulleiter zu ihren Plätzen. Dort bekam man einen Schrecken, als man bemerkte, dass es einen Urwald aus Kirschlorbeeren gab. Die Kirschlorbeer-Bäume stammen aus privaten Gärten, durch die Vögel verbreiten sich die Samen rasant. Die Aufgaben wurden fair aufgeteilt... Die Jungs konnten alles mit den Instrumenten vom Förster entfernen und die Mädchen mussten alle Äste mühevoll nach oben tragen.

Um 12.00 Uhr wurde dann gemütlich mittaggegessen. Dies war jedoch alles andere als leicht wegen der unzähligen Wespen, die fröhlich in der Luft umherschwirrten. Nach dem Mittagessen ging es weiter mit der Arbeit. Um 15:30 Uhr war es dann für die Jugendlichen fertig und sie konnten total erschöpft in den Feierabend gehen. Am Dienstag fing der Tag wieder gleich an.

 

Der letzte Morgen

Am Mittwoch startete die Klasse in ihren letzten Tag in Kestenholz im Wald. Für diesen Morgen war etwas Anderes geplant, als an den beiden vorherigen Tagen. Die Schüler*innen wurden in neue Gruppen aufgeteilt. Dazu erhielten sie noch einen Plan, auf dem eingezeichnet war, für welches Gebiet die jeweiligen Teams zuständig waren. Schliesslich verkündete R. Müller die Aufgabe. Im Wald und in ganz Kestenholz mussten die Schilder sauber geputzt werden. Mit Schwämme und Wasser bewaffnet, gingen die sechs Gruppen los. Einige waren mit Motorrad und Velos unterwegs, andere zu Fuss. Die Eindrücke, die dabei entstanden, waren sehr unterschiedlich. Während eine Gruppe bemerkte, dass bei ihrer Route nur sehr wenige Schilder standen, dafür aber eher grössere, stellte ein anderes Team  fest, dass sie ungefähr alle 200 Meter anhalten mussten, um ein weiteres Schild zu säubern. Um 11.30 Uhr trafen sich alle bei der „Rossschwanzhütte“ wieder. Nach einer kurzen Verabschiedung von R. Müller und den beiden Lehrpersonen wurden die Schüler*innen entlassen.

 

Bericht von Deborah, Ladina, Chantal und Sara